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Haft für 5-fache Mutter

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Vor dem Amtsgericht musste sich eine 44-Jährige verantworten, die mit ihrer Diebstahlserie einen Schaden von über 7.000 Euro verursacht hat. Zu den Taten nahm sie sogar ihre strafmündigen Kinder mit. In einem der 24/7-Shops soll die Angeklagte unzählige Male „reinmarschiert“ sein und dort teils gemeinsam mit ihren Kindern Ladendiebstähle begangen haben. Insgesamt 25 Ladendiebstähle innerhalb eines Monats, teils mehrfach an einem Tag: Im Juli vergangenen Jahres soll eine 44-jährige Crailsheimerin in einem 24/7-Selbstbedienungsladen Waren im Gesamtwert von 797,97 Euro gestohlen haben. Laut Anklage packte sie Alkohol, Lebensmittel, Süßigkeiten, Getränke, Grillzubehör, Waschmittel und zahlreiche weitere Artikel in eine mitgebrachte Tasche und verließ den Laden, ohne zu bezahlen. Hinzu kommt der Vorwurf, sie habe gemeinsam mit ihrem damaligen Lebensgefährten vor einer Wohnungsräumung über eine Deckenleuchte im Treppenhaus unberechtigt Strom bezogen. Außerdem soll sie eine Verkäuferin als ...

Lehrling im Handwerk: Mit elf Jahren den Beruf gefunden

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Raphael Braun ist ausgebildete Fachkraft für Möbel-, Küchen- und Umzugsservice bei der Möbel Bohn GmbH und kann sich nicht vorstellen, beruflich etwas anderes zu machen. Kein Tag ist für Raphael Braun wie der andere: Mit Freude startet er morgens mit dem Transporter, liefert Möbel aus und sorgt dafür, dass sich Kunden in ihrem Zuhause wohlfühlen. Von links: Personalleiter Tobias Lehr, Abteilungsleiterin Larissa Hald, Ausbildungsleiterin Katharina Stütz und Raphael Braun in seinem Element. „Schon als Kind hat es mir Spaß gemacht, Möbel aufzubauen“, sagt Raphael Braun aus Crailsheim. Der 22-Jährige arbeitet heute als ausgebildete Fachkraft für Möbel-, Küchen- und Umzugsservice bei der Möbel Bohn GmbH. An sein erstes selbst aufgebautes Möbelstück erinnert er sich noch genau: „Das war eine Kommode für meinen Bruder – da war ich elf Jahre alt.“ Während sein Bruder heute im Büro arbeitet, kam das für Braun nie infrage. Auf die Ausbildung aufmerksam wurde er durch einen Freund. Nach erfolgrei...

Lehrling im Handwerk: Kreativ auf Dächern unterwegs

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Lukas Merklein befindet sich im dritten Lehrjahr zum Klempner bei der Scheu-Flaschnerei und Haustechnik. Mit Blech, Metall und handwerklichem Geschick verleiht er Häusern Charakter. Ob bei Schnee, Regen oder Sonnenschein – Lukas Merklein liebt seine Arbeit an der frischen Luft. „Ich muss raus“, sagt der angehende Klempner. Rund acht Meter über dem Boden beginnt für Lukas Merklein die Arbeit. Der 18-Jährige fertigt Metalldächer, verkleidet Kamine und montiert Dachrinnen. Schwindelfreiheit gehört für ihn ebenso zum Beruf wie handwerkliches Geschick. „Wenn ich ein fertiges Dach sehe, bin ich stolz darauf, dass ich es gemacht habe“, sagt der Auszubildende aus Leitsweiler. Merklein befindet sich im dritten Lehrjahr bei der Scheu-Flaschnerei und Haustechnik in Michelbach an der Lücke. Im Februar steht seine Gesellenprüfung an. Eine Tätigkeit in der Industrie oder im Büro kam für ihn nie infrage. Vor Ausbildungsbeginn absolvierte er im Betrieb Praktika als Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heiz...

Kurzurlaub mitten in der Woche

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Für zahlreiche Frühaufsteher gehört der Mittwoch fest zum Wochenprogramm. Im Naturerlebnisbad Wallhausen genießen die Frühschwimmer das naturbelassene Wasser und die starke Gemeinschaft. Mehr als 50 Frühschwimmer besuchten an diesem Mittwochmorgen zeitversetzt das Naturerlebnisbad – mit dem Ziel, sich zu bewegen und die Seele baumeln zu lassen. Wassertemperatur: 25,3 Grad. Strahlender Sonnenschein. Mittwoch, 8 Uhr. Im Naturerlebnisbad Wallhausen gehört das von Mai bis Oktober zusammen: Frühschwimmen, Gemeinschaft und Bewegung. Zwischen 6 und 10 Uhr treffen sich jeden Mittwoch zahlreiche Frühaufsteher. Manche ziehen ihre Bahnen, andere sitzen anschließend bei Kaffee und Frühstück zusammen. Bademeister Eberhard Seebauer sorgt seit 2020 für eine Wohlfühlatmosphäre am Beckenrand. Sicherheitsschuhe hat der gelernte Metzger und Landschaftsgärtner längst gegen „Badelatschen“ eingetauscht. Mit einem Lächeln bereitet er Kaffee und Cappuccino zu, stellt in den Ferien Malsachen für Kinder berei...

Ein Dorf packt an – und feiert 50 Jahre Heckenfest

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Safe the Date: Am 24. und 25. Juli feiert Maulach sein Heckenfest. Mit Gegrilltem, dem „Maulacher Heckenkeiler“ und einem bunten Kinderprogramm ist für Jung und Alt einiges geboten. In Maulach wird gemeinsam angepackt. Den viertägigen Aufbau stemmen die Bewohner selbst. Trotz der Arbeit kommen Spaß und gute Stimmung dabei nicht zu kurz. Biertischgarnituren, Küche, Zelt, Bar, Kassenhaus, Getränkewagen und Musik – langsam nimmt die Dorfmitte in Maulach Gestalt an. Auf dem Hof und in der Garage von Familie Friedrich wird bereits fleißig aufgebaut, denn am 24. und 25. Juli findet das traditionelle Heckenfest statt. In diesem Jahr gibt es dabei einen ganz besonderen Anlass zum Feiern: Es wird zum 50. Mal veranstaltet. Zum Jubiläum dürfen sich Besucher auf zwei Festtage freuen. Los geht es am Freitag ab 19 Uhr mit dem Barbetrieb. Am Samstag startet ab 18 Uhr das Hauptprogramm. Vor allem Familien kommen auf ihre Kosten: Ein abwechslungsreiches Kinderprogramm mit Tanz und Musik, Kinderschminke...

Drei Sieger, eine Familie

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Markus Scheu, Jens Scheu und Collin Scheu haben eines gemeinsam: Sie brennen fürs Handwerk. Alle drei schlossen ihre Ausbildung als Jahrgangsbeste ab und führen den Familienbetrieb mit Hingabe fort. Drei Männer, eine Leidenschaft: Markus Scheu, Sohn Collin Scheu und dessen Onkel Jens Scheu (von links) stehen gemeinsam für den Familienbetrieb Scheu Flaschnerei und Haustechnik. Vater, Sohn und Onkel verbindet dieselbe Leidenschaft fürs Handwerk: Mit Herzblut arbeiten sie im Familienbetrieb Scheu Flaschnerei und Haustechnik in Michelbach/Lücke. Das Besondere: Alle drei wurden Sieger ihres Jahrgangs. Firmeninhaber Markus Scheu beendete 1992 seine Lehre zum Gas- und Wasserinstallateur nach nur zweieinhalb Jahren als bester Auszubildender. Sohn Collin Scheu wurde 2024 Innungssieger als Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik. Onkel Jens Scheu schloss seine Ausbildung 2000 als Innungs- und Kammersieger ab. Er wurde zudem Bester Auszubildender aller Berufe der Kreishandwerke...

Der Wunsch nach Sicherheit

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Mit der Diagnose der seltenen chronischen Blutkrebserkrankung Polycythaemia vera änderte sich das Leben von Saskia H. von Grund auf. Eine Herausforderung, die sie nicht mehr allein bewältigen kann. Trotz ihres Schicksals hat Saskia H. ihr Lachen nie verloren. Auf „GoFundMe“ hält sie Interessierte mit regelmäßigen Updates über ihre Behandlungen auf dem Laufenden. Vor Weihnachten 2022 stand für Saskia H. plötzlich die Welt still. Wegen Gedächtnisproblemen, Sprachstörungen und Lähmungserscheinungen suchte die damals 35-Jährige ihren Hausarzt auf. „Ich war verwirrt und konnte meinen Arm nicht bewegen“, erinnert sich die heute 39-Jährige bei einem Gespräch mit der Zeitung während ihres Aufenthalts im Krankenhaus. Zunächst wurden ihre Beschwerden als Migräne eingeordnet. Kurz darauf rief ihr Hausarzt an: Ihr Schlaganfallrisiko sei hoch. Nach weiteren Untersuchungen erhielt sie die niederschmetternde Diagnose: Sie leide an der seltenen chronischen Blutkrebserkrankung Polycythaemia vera. Das...

Gelöschte Erinnerungen

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Datenveränderung ist strafbar – das bekam ein 34-Jähriger vor dem Amtsgericht Crailsheim zu spüren. Er soll die Festplatte seiner Ex-Freundin gelöscht und tausende Dateien vernichtet haben. Rund 48.000 Dateien soll der Angeklagte nach Überzeugung des Gerichts von der Festplatte seiner Ex-Freundin gelöscht haben. Wenn Richter eines nicht mögen, dann ist es, für dumm verkauft zu werden. So auch Richterin Uta Herrmann an diesem Verhandlungstag. Im Laufe des Prozesses wurde ihr Ton gegenüber dem Angeklagten mehrfach deutlich schärfer. „Wollen Sie mich nicht verstehen oder kapieren Sie es nicht?“, fragt sie den 34-jährigen Arbeitssuchenden wiederholt. Laut Anklage soll er vergangenen Jahres die Festplatte aus dem Computer seiner Ex-Freundin ausgebaut und rund 48.000 Dateien gelöscht haben. Er habe sich der Datenveränderung strafbar gemacht. Unter den Dateien befanden sich persönliche Fotos und Videos, gespeicherte Passwörter, Arbeitsunterlagen sowie Sozialversicherungsdokumente. Vor Ger...

Kinderpornografie per Messenger

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Vor dem Amtsgericht Crailsheim muss sich ein 31-Jähriger wegen des Besitzes kinder- und jugendpornografischer Inhalte verantworten. Der Fall zeigt: Unwissenheit schützt vor Strafe nicht. Über den Messengerdienst „Kik“ habe der Angeklagte die Inhalte in Chats erhalten. Einer 4-Jährigen wurde ein erigiertes Glied in den Anus eingeführt, weitere 4-jährige und 6-jährige Mädchen mussten das erigierte Glied eines erwachsenen Mannes oral befriedigen. Eine 14-Jährige saß entblößt mit gespreizten Beinen auf einem erwachsenen Mann, einer weiteren 14-Jährigen wird ein nicht definierbarer Gegenstand in den Vaginalbereich eingeführt. Anhand mehrerer Beispiele beschrieb Staatsanwalt Müller den Inhalt der insgesamt 22 kinder- und jugendpornografischen Dateien, die Ermittler bei einer Wohnungsdurchsuchung auf dem Mobiltelefon eines 31-Jährigen sichergestellt hatten. Die Vorwürfe, die er Ende Juni vor dem Amtsgericht Crailsheim verlas, reichen von sexualisierten Darstellungen von Kleinkindern bis hin z...

Beleidigung gegen Polizisten: Worte, die teuer wurden

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Polizisten müssen sich in ihrem Job viel anhören. Dies zeigt ein Fall aus Crailsheim, der jetzt vor dem Amtsgericht verhandelt wurde. Los ging es damals mit Beschwerden über Ruhestörungen. Die Ausdrücke kosteten einem 39-Jährigen und seiner Schwester mehrere Hundert Euro. Für ein Symbolfoto erklärte sich der betroffene Polizeibeamte bereit. Die Aufnahme entstand vor einer Arrestzelle im Polizeirevier Crailsheim. „Der Spacko hat nichts Besseres zu tun, als die Deutschen zu ärgern.“  Mit diesen Worten soll ein 39-Jähriger laut Anklage der Staatsanwaltschaft einen Polizeibeamten des Polizeireviers Crailsheim beleidigt haben. Seine Schwester soll die Beamten zudem mit den Worten „Fickt euch.“ beschimpft haben. Beide Geschwister mussten sich deshalb vor dem Amtsgericht wegen Beleidigung verantworten. Den Angeklagten ist die Anspannung deutlich anzumerken. „Ich war noch nie vor Gericht und habe das Amtsgericht zunächst nicht einmal gefunden“, erklärt der 39-Jährige. Zu seiner Äußerung st...